Internationales Netzwerk für Kunstgeschichte

Frühjahrsakademie

Die Kunstgeschichte und Herausforderungen der Anthropologie
Eichstätt, 13. - 19. Mai 2007

ausgerichtet mit dem Studiengang "Historische Kunst- und Bilddiskurse" (Augsburg, Eichstätt, München) im Elitenetzwerk Bayern

Die internationale Frühjahrsakademie ist eine Veranstaltung des Elitenetzwerks Bayern, eingerichtet auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Wissenschaftliches Komitee:

Enrico Castelnuovo, Scuola Normale Superiore di Pisa;
Thierry Dufrêne, Université de Paris X-Nanterre und Institut National d'Histoire de l'Art;
Dario Gamboni, Université de Genève;
Claude Imbert, École Normale Supérieure, Paris und Gastdozentin des Studiengangs "Historische Kunst- und Bilddiskurse;
Thomas Kirchner, Universität Frankfurt;
Johanne Lamoureux, Université de Montréal;
Ségolène LeMen, Université des Paris X-Nanterre und Institut Universitaire de France;
Henri Zerner, Harvard University;
Michael F. Zimmermann, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und Sprecher des Studiengangs "Historische Kunst- und Bilddiskurse"

Organisation:

Sergei Mariev (Leitung ab 1. April 07), Kertin Merkel (bis 31. März '07), Martina Neumeyer, Karin Schwertner (Geschäftsstelle) – Koordinatoren des Studiengangs "Historische Kunst- und Bilddiskurse" im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt


Call for papers

Das "Internationale Netzwerk für Kunstgeschichte" widmet seine fünfte "Internationale Frühjahrsakademie" dem Thema Kunstgeschichte und Anthropologie. Die Frühjahrsakademie wird auf Einladung von Prof. Dr. Michael F. Zimmermann vom 13. bis zum 19. Mai 2007 in Eichstätt (Bayern) ausgerichtet. Sie bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Forum, um ihre laufenden Forschungen einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und sie mit ausgewiesenen Fachleuten zu diskutieren. Der Call for papers richtet sich in erster Linie an Studierende auf den Ausbildungsstufen des Magisters/Masters und der Promotion. Für die Vorträge werden jeweils 20 Minuten veranschlagt. Round-table-Gespräche sowie Exkursionen (u.a. nach München) werden das Programm ergänzen. Reise- und Übernachtungskosten werden in begrenztem Umfang vom Veranstalter übernommen.
Die Begegnung mit anderen Kulturen verändert die humanistische Grundausrichtung der Kunstgeschichte und der Bildwissenschaften ebenso wie den Status der Werke, die diese erforschen. Gauguins Aufbruch nach Tahiti bezeichnet vielleicht den Wendepunkt einer unumkehrbaren Neuausrichtung. Die Konfrontation mit den "Anderen" lädt dazu ein, überkommene Konzepte kultureller Identität und unverbrüchlicher Tradition in Frage zu stellen. Anthropologie und Ethnologie bieten sich mehr und mehr als Vorbilder für Diskurse an, von denen die Geistes- und Kulturwissenschaften vielleicht eher noch fasziniert oder gar besessen als wirklich durchdrungen sind. Für die Kunstgeschichte, ihrem Profil wie ihren institutionellen Zielen (der Bewahrung von Kunstwerken und -denkmälern) nach wesentlich ein konservatives Fach, stellen die anthropologischen Perspektiven seit Aby Warburg eine Herausforderung dar: sie laden zu anderen Annäherungen an Werke und Denkmäler ein als zur aktualisierenden Traditionsaneignung; sie zwingen zu anderen Definitionen der kulturellen Überlieferung als die als nationales Erbes. Methoden, die im Werk allein die auf Kontinuität und auf langfristigen kulturellen Konstanten beruhenden Merkmale in den Vordergrund stellen, sehen sich mit Strategien konfrontiert, deren Augenmerk dem Heterogenen und dem im jeweiligen kulturellen Kontext Anachronistischen gilt, das sich der Einordnung in Epochensysteme oder in Traditionen verweigert.

Themenschwerpunkte
Bewerber können sich in ihren Vorschlägen auf diese Themenkreise beziehen, dies ist jedoch nicht erforderlich.

1. Das Vorbild der Anthropologie: Methode, Herausforderung

Stellt die anthropologische Perspektive die traditionellen Kategorien, durch die die Kunstgeschichte bei ihrer Auseinandersetzung mit der materiellen Kultur geleitet wird, in Frage (wie die Qualität, die Einzigartigkeit, die Originalität etc.)?
2. Mythos als Symptom
In welcher Weise sind die abendländischen Mythen der Schöpfung und des Bildes - etwa die Suche nach dem Gral oder die nach dem unbekannten Meisterwerk, der Blick des Narziss, die Herausforderung des Prometheus, die Faszination der Medusa, Schleier und Schein - symptomatisch für die Macht, die dem Bild in seiner Epoche jeweils zugeschrieben wird?
3. Anthropologie des Körpers und Anthropologie der Sichtbarkeit
Geste, Bewegung, Farbe, Haltung, Maske, Mimik und Physiognomik beziehen sich auf eine Anthropologie des Körpers und der Sichtbarkeit. Wie kodieren sie den Gegensatz von unveränderlicher Natur und kultureller Formung der Leiblichkeit wie auch des Augensinnes?
4. Ikonen, Reliquien, Fetische - religiöse und rituelle Praktiken
Wie wirkt sich die Perspektive der historischen Anthropologie auf das Studium der Werke aus, wenn sie diese mit Blick auf ihren Ort in Kult und Ritual studiert, die Verfahren des Sakralen und der Sakralisierung rekonstruiert, die Praktiken der Herstellung von Ikonen, Reliquien oder auch von Fetischen untersucht? Welches Licht werfen die ungemalten (acheiropoietischen) Bilder auf die anderen?
5. Der Gebrauch der Künste: Anthropologien des Alltäglichen - und des Außergewöhnlichen
Diese Sektion konzentriert sich in zweifacher Hinsicht auf die Macht der Bilder: In welchen Kontexten hat sich die Kunst, oft in den abbildenden Strategien von Realismus und Naturalismus, für die Anthropologie des Alltäglichen bis hin zu gewöhnlichen, ja banalen Lebenspraktiken interessiert? Wie steht der Inszenierung des "Spektakels" der Normalität die Konstruktion des Außerordentlichen, des Anomalen, des Gewaltsamen und Ekstatischen gegenüber?

6. Die Frage nach dem Anderen: vom "Primitivismus" zur Gegenwartskunst
Von der Auseinandersetzung zwischen dem Abendland mit Byzanz und dem Islam bis hin zur Entdeckung der "primitiven" Kulturen läuft der Austausch stets auf einen "Transfer", auf eine Übersetzung und Neukodierung, hinaus.
Wie hat sich die abendländische Kultur im Zuge ihrer immer wieder neuen Projektionen eines "Orients" mit dem Anderen auseinandergesetzt? Unter dieser Fragestellung sollen Chinoiserie und Japonismus, "Primitivismus" und "Negerkunst", das Mesoamerika und das Ozeanien der Surrealisten und die "arts premiers" der "Magier der Erde" betrachtet werden. Wie haben sich umgekehrt die "Anderen" mit der abendländischen Kultur auseinandergesetzt, wie tun sie es bis hin zur "global conceptual art"?

7. Anthropologie und Kunstgeschichte: Museen und Ausstellungen
Wie gestaltete sich im Museum und auf Ausstellungen - von den Wunderkammern bis zu den Welt- und Kolonialausstellungen - die Beziehung zwischen der Kunst und ihrer Geschichte und von anthropologisch-ethnologischem Kulturgut? Welchen Status haben zur Zeit der Museen des Anderswo die volkstümliche und die Alltagskunst in der musealen Landschaft? Welche Rolle hatten und haben Bilder (von der Druckgraphik bis zur Photographie, von der Buchillustration zum Film) bei der Entstehung und in der wissenschaftlichen Praxis der Anthropologie, auch der Ur- und Frühgeschichte?

8. Gegen-Anthropologien? Phantastische Kunst und Anthropomorphien
Wie werden in der phantastischen Kunst und in Werken, die mit anthropomorphen Wirkungen operieren, die Ideen der Natur und der Kultur gegeneinander ins Feld geführt und neu ausgehandelt? Im Brückenschlag zu der Sektion über die Anthropologien des Körpers werden unter dieser Fragestellung die Inszenierungen der Unterschiedlichkeit betrachtet, also die des Humanen, das sich gegen essentialistische Humanismen wehrt, bis hin zum Posthumanen und zu postmoderner Pluralität.


Studierende auf dem Niveau des Magisters/Masters und Doktoranden, die an der Frühjahrsakademie im Mai 2007 teilnehmen möchten, sind dazu eingeladen, ihre Bewerbung bis Freitag, den 9. Februar 2007 an die jeweiligen nationalen Korrespondenten des "Internationalen Netzwerks für Kunstgeschichte" zu schicken: Die Adressen finden Sie auf der Website www.proartibus.net; Einsendungen aus Deutschland adressieren Sie bitte z.Hd. Dr. Iris Lauterbach, Zentralinstitut für Kunstgeschichte: I.Lauterbach@zikg.lrz-muenchen.de.

Die Bewerbung, die in englischer, französischer, italienischer oder deutscher Sprache verfasst sein kann, sollte das Exposé für einen Beitrag enthalten (bis max. 1800 Zeichen oder 300 Wörter) sowie einen kurzen Lebenslauf (mit Angaben zu den Fremdsprachenkenntnissen und zur Institution z.B. Universität, von der aus Sie sich bewerben). Wenn es Ihnen sinnvoll erscheint, können Sie Ihren Vorschlag einen der aufgeführten Themenbereiche zuordnen! Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, bereits in Ihrer Bewerbung die gewünschte Projektionstechnik anzugeben.
Im Februar werden die Vorschläge durch das Organisationskomitee geprüft. Am 8. März 2007 wird die Liste der angenommenen Vorschläge in der Website des "Internationalen Netzwerks" (www.proartibus.net) veröffentlicht.

Um die Thematik und den didaktischen Ansatz der Internationalen Frühjahrsakademie zu vertiefen, wird den Studierenden der Besuch des Colloquiums "Histoire de l'art et Anthropologie" in Paris ermöglicht werden. Ausgerichtet wird dieses Colloquium durch das CIHA (Comité International d'Histoire de l'Art) gemeinsam mit dem Musée du Quai Branly in Partnerschaft mit dem INHA (Institut National d'Histoire de l'Art). Es findet vom 21. bis zum 23. Juni 2007 in Paris statt.

Programm

Sonntag, 13. Mai

Transfer vom Flughafen München nach Eichstätt mit Ingolstädter Airport Express bis Ingolstadt ZOB, von dort mit Shuttle-Service von 9:00 - 18:00 Uhr

16:00 Uhr: Spaziergänge mit Besichtigungen in Eichstätt geführt durch Frau Dr. habil. Kerstin Merkel. Treffpunkt: am Nordportal des Eichstätter Doms

ab 20:00 Uhr: Empfang mit Buffet in der fürstbischöflichen Sommerresidenz , Ostenstr. 26, im Holzersaal (bei schlechtem Wetter) oder im Pavillon des angrenzenden Hofgartens (bei schönem Wetter)

Montag, 14. Mai

Plenarsitzungen in Eichstätt im Landratsamt
9:00-10:00 Uhr: Eröffnungsveranstaltung:
Grußwort des Gastgebers, Herr Zecherle, Stellvertreter des Landrats im Amt
Feierliche Eröffnung durch den Magnus Cancellarius der Katholischen Universität, Bischof Dr. Gregor Maria Hanke,
und durch den Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Ruprecht Wimmer
Einführung von Michael F. Zimmermann

Ikonen, Reliquien, Mythen – religiöse und rituelle Praktiken
Diskussionsleitung: Johanne Lamoureux
10:00-10:30 Uhr: Paolo Comoli, Università degli Studi di Torino, Danze macabre e confraternite di disciplinati
10:30-11:00 Uhr: Ho Sau-Fong, University of Edinburgh, St. Michael in Representations of the Last Judgement in Late Medieval France
11:00-11:30 Uhr: Lamia Balafrej, Paris, École Normale Supérieure, Le "griffon" de la cathédrale de Pise et sa réception critique à travers les âges
11.30-12:00 Uhr: Kaffeepause
12:00-12:30 Uhr: Elisa Ambrosio, Université de Fribourg, Repères pour une approche 'anthropographique' de la représentation de Méduse dans l'art italien du XVIème et du début du XVIIème siècle
12:30-13:00 Uhr: Anne Lepoittevin, Université de Tours, 'Les " vrais objets " des Sacri Monti : la commotion du familier'
13:00-14:30 Uhr: Gelegenheit zum Mittagessen; danach Besichtigung der Universitätsgebäude (Architekten: Karl Josef Schattner, Günter Behnisch und Partner)
Anthropologie des Körpers und Anthropologie der Sichtbarkeit I.
Diskussionsleitung: Michael. F. Zimmermann
14:30-15:00 Uhr: Eric Hold, EHESS (École des Hautes Études en Sciences Sociales), Paris und Humboldt-Universität, Berlin, Bild-Orte und Körperbilder: Raum- und Körperbeziehungen in der romanischen Plastik
15:00-15:30 Uhr: Jean-Francois Corpataux, Université de Fribourg, La "génisse de Myron" comme paradigme de la figure moulée (processus de création et réception)
15:30-16:00 Uhr: Marco Collareta, Università degli Studi di Bergamo, Origini del ritratto rinascimentale
16:00-16:30 Uhr: Kaffeepause
16:30-17:00 Uhr: Constanze Fritzsch, Université Paris-X Nanterre, Le rôle du spectateur et la question de 'l'animation de l'image' dans les collages de Max Ernst
17:00-17:30 Uhr: Silvia Garinei, La ripresa del mito di Prometeo da parte dello scultore Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) attrarverso la rilettura dell’arte di Michelangelo
18:30-20:00 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag
Jean-Claude Schmitt, EHESS (École des Hautes Études en Sciences Sociales), Groupe d'Anthropologie Historique de l'Occident Médiéval, Die Rhythmizität: von den Sozialwissenschaften des frühen 20 Jhts. zur historisch-anthropologischen Erforschung mittelalterlicher Kultur

Dienstag, 15. Mai

Exkursion nach München: Besuch des Museums für Völkerkunde (Maximiliansstraße 42) unter Leitung des Direktors Claudius Müller; Veranstaltungsprogramm im Vortragssaal des Museums für Völkerkunde
8:00 Abfahrt des Busses nach München (Parkplatz am Leonrodplatz)

Anthropologie und Kunstgeschichte: Museen und Ausstellungen
Diskussionsleitung: Ségolène Le Men
10:00-10:30 Uhr: Philippe Cordez, Paris, EHESS/Berlin, Humboldt-Universität, Des trésors d'églises aux musées " postcoloniaux " -Objets et institutions entre histoire de l'art et anthropologie
10:30-11:00 Uhr: Susanne Mersmann, Philipps-Universität Marburg, Der Kunstbegriff in den Schriften Ernest- Théodore Hamys (1842-1908), des ersten Direktors des Musée d'Ethnographie du Trocadéro in Paris
11:00-11:30 Uhr: Kalte Getränke
11.30-12:00 Uhr: Hanna Murauskaya, Paris, École Normale Supérieure/ Université de Paris I Panthéon- Sorbonne, Quelles différences entre la représentation des données ethnographiques par l'exposition et par le livre? Etude comparative de la mise en scène des collections au Musée ethographique Dachkov (Moscou, 1867- 1924) et de leur représentation dans les catalogues de l'exposition
12:00-12:30 Uhr: Margaret S. Graves, University of Edinburgh, In the House of God? Medieval Persian House Models and Their Reception in Europe (lat 19th and early 20th century)
12:30-14:00 Uhr: Gelegenheit zum Mittagessen im Viertel
Diskussionsleitung: Olivier Bonfait
14:00-14:30 Uhr: Elise Dubuc, Université de Montréal, Muséologie des communautés à tradition nomade et semi-nomade: la remise en question du monumental
14:30-15:00 Uhr: Laurence Pen, Université de Rennes 2 Haute Bretagne, Le Musée de l'homme ou l'homme contemporain comme objet d'expositions (Jacques Lennep, 1974-1981)
15:00-18:00 Uhr: Besichtigung des Museums für Völkerkunde unter der Leitung des Direktors Claudius Müller
18:00-19:30 Uhr: Öffentliche Abendveranstaltung: Anthropologie und Kunstgeschichte: Museen und Ausstellungen – Diskussionsbeiträge und Debatte
18:00-18:30 Uhr: Johanne Lamoureux, Université de Montréal: Exhibiting overexposure. Emly Carr as a "Canadian Icon"
18:30-19:00 Uhr: Benoît de l'Estoile, Centre National de la Recherche Scientifique und École Normale Supérieure Paris, Ordering the world in art and science museums
19:00-19:30 Uhr: Diskussion
20:00-22:00 Uhr: Gelegenheit zum Abendessen im Brauhaus "Franziskaner" (Residenzstr. 9/Perusastr. 5)
22.00 Uhr: Rückfahrt nach Eichstätt per Bus

Mittwoch 16. Mai

Plenarsitzungen in Eichstätt im Landratsamt (ehemalige fürstbischöfliche Residenz), Residenzplatz 1, großer Sitzungssaal, 1. Stock

Das Vorbild der Anthropologie: Methode, Herausforderung
Diskussionsleitung: Claude Imbert
9:00-9:30 Uhr: Ingeborg Høvic, University of Edinburgh, Artist as Anthropologist – Francois Auguse Biard's Le Pasteur Laestadius instruisant les Lapons (c. 1840) and Campement en Laponie (c. 1840)
9:30-10:00 Uhr: Florence Duchemin-Pelletier, Université Paris-X Nanterre, Grand Nord et peuple Eskimo: regard populaire, regard surréaliste
10:00-10:30 Uhr: Sarah Maupeu, Universität Köln, Kunstgeschichte und Kunstethnologie im Vergleich – Aby Warburg, Franz Boas und die außereuropäische Kunst.
10:30-11:00 Uhr: Dario Gamboni: Alfred Gell's 'Art and Agency': a provocation to art history
11:00-11:30 Uhr: Kaffeepause
Die Frage nach dem Anderen: vom "Primitivismus" zur Gegenwartskunst I.
11.30-12:00 Uhr: Philippe Dagen, Université de Paris-I Panthéon-Sorbonne: Le rapport entre primitivisme et la découverte des arts préhistoriques en Europe à la fin du 19ème et au début du 20ème siècle
12:00-12:30 Uhr: Cornelia Friedrichs, München, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Stipendiatin des Landes Niedersachsen, Giambattista und Giandomenico Tiepolos Orientalen- und Asiatendarstellungen
12:30-14:00 Uhr: Gelegenheit zum Mittagessen
Diskussionsleitung: Thomas Kirchner
14:00-14:30 Uhr: Ariane Varela Braga, Università de Genève, La Grammar of Ornament (1856) d'Owen Jones
14:30-15:00 Uhr: Chonja Lee, Universität Zürich, Hokusai und die europäische Kunst (Einfluß Europa auf Hokusai)
15:00-15:30 Uhr: Kaffeepause
15:30-16:00 Uhr: Merel van Tilburg, Université de Genève, Means of dehumanizing the figure in Symbolist theatre and painting: the mask and the marionette
16:00-16:30 Uhr: Negumi Nakajima, Université Paris-X Nanterre, Odilon Redon et l'anthropologie
16:30-17:00 Uhr: Eva-Maria Troelenberg, München, Ludwig-Maximilians-Universität, Malerei in höchster Form: Kandinsky und die Entdeckung der persischen Miniaturmalerei
18:00-19:30 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag
Gerhard Wolf, Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max-Planck-Institut: Die Veronikastatue von Ecouis (1310). Eine historisch-anthropologische Nachlese zu 'Schleier und Spiegel' (2002)

Donnerstag, 17. Mai (Christi Himmelfahrt; Feiertag)

Exkursion nach München; vormittags Vorträge im Zentralinstitut für Kunstgeschichte(Meiserstr. 10); nachmittags Besichtigungen in München
7:30 Uhr: Gelegenheit zum Besuch der hl. Messe in der Schutzengelkirche (Leonrodplatz)
8:30 Abfahrt des Busses nach München (Parkplatz am Leonrodplatz)


Anthropologien des Nationalen im medialen System der Künste
Diskussionsleitung: Hubertus Kohle
9:30-10:00 Uhr: Cédric Lesec, Université de Paris I Panthéon-Sorbonne, La visite à l'atelier sous la forme d'un feuilleton dans la presse illustrée
10:00-10:30 Uhr: Roland Wagner, Frankfurt, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Zur Ästhetik des Übermenschen. Erörterungen anhand des Karl May-Illustrators Sascha Schneider
10:30-11:00 Uhr: Asta von Buch, Berlin, Technische Universität, Center for Metropolitan Studies, Between Carl Bodmer and Karl May: Winold Reiss' Portraits of American Indians in his mosaic 'The Westward Expansion' at Cincinnati Union Terminal, 1931-33
11:00-11:30 Uhr: Kaffeepause
11:30-12:00 Uhr: Margherita d'Ayala Valva, Pisa, Scuola Normale Superiore, Nuove scuole nazionali su 'Emporium' e alle Biennali veneziane nel primo decennio del '900: il caso scandinavo
12.00-12:30 Uhr: Ada Ackermann, Université de Montréal, La séquence des dieux d'Octobre: un cabinet de curiosités primitiviste?
12:30-13:00 Uhr: Marie Gispert, Université de Paris I Panthéon-Sorbonne, L'art allemand comme art 'autre' pour les Français de l'Entre-deux-guerres: modalités et enjeux
13:00-14:00 Uhr: Gelegenheit zum Mittagessen im Viertelbr> 14:00-18:00 Uhr: Führung Lenbachhaus; danach Gelegenheit zu Besichtigungen in München:
14:00 Uhr: Führung durch die Kuratorin Annegret Hoberg durch das Lenbachhaus (einschl. Ausstellung Garten: Ordnung, Inspiration, Glück)
16:00 Uhr: Gelegenheit zu Besichtigungen: Alte Pinakothek; Neue Pinakothek; Pinakothek der Moderne; Haus der Kunst - Ausstellung Georg Petel

19:30-21:00 Uhr: Abendessen im Brauhaus Augustiner (Neuhauserstr. 27)
21:00 Uhr: Rückfahrt per Bus nach Eichstätt

Freitag, 18. Mai

Plenarsitzungen in Eichstätt im Landratsamt (ehemalige fürstbischöfliche Residenz), Residenzplatz 1, großer Sitzungssaal, 1. Stock

Anthropologie des Körpers und Anthropologie der Sichtbarkeit II. Diskussionsleitung: Dario Gamboni
9:00-9:30 Uhr: Victor Stoichita, Université de Genève, Pygmalion im Mittelalter
Die Frage nach dem Anderen: vom "Primitivismus" zur Gegenwartskunst II
9:30-10:00 Uhr: Elisabeth Hampl, Universität Regensburg: 'Le plus beau nègre' – die Afrikanerbüsten des Charles Cordier
10:00-10:30 Uhr: Garance Chabert, Université Paris-X Nanterre, L'évolution de la réception du travail de Frédéric Bruly Bouabré: de la source ethnographique à l'oeuvre d'art. Une possiblité de synthèse?
10:30-11:00 Uhr: Kerstin Schankweiler, Universität Trier, Kulturtransfer in den Arbeiten Georges Adéagbos
11:00-11:30 Uhr: Kaffepause
11.30-12:00 Uhr: Emilie Lesage, Université de Montréal, Les Abattoirs de la Villette en 1929
12:00-12:30 Uhr: Sophie Triquet, Université de Paris X – Nanterre, « Parer le visible » ou les contradictions de certaines formes iconographiques dans la photographie artistique espagnole autour de 1930
12:30-13:00 Uhr: Fabrice Flahutez: Chamanisme et principe analogique dans la peinture de Roberto Matta
13:00-14:30 Uhr: Mittagessen
Diskussionsleitung: Henri Zerner
14:30-15:00 Uhr: Jérémie Michael Mcgowan, University of Edinburgh, Revisiting Alba 1956 – Concerning the 'Situational Anthropology' of Nomadism (Pinot Gallizio)
15:00-15:30 Uhr: Cécile Guillaume, École des Hautes Études en Sciences Sociales (Centre d'Anthropologie de Toulouse), Maison pour les dieux. A vendre. Art pictural d'une tribu d'orissa (Inde)
15:30-16:00 Uhr: Samantha Schramm, Karlsruhe, Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, Überreste von Ereignissen. Robert Morris in Peru und Robert Smithson in Yucatán
16:00-16:30 Uhr: Kaffeepause
16:30-17:00 Uhr: Chrischona Schmidt, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Papunya Tula (Central Australia) as an example for hybrid art
17:00-17:30 Uhr: Stefania Caliandro, EHESS Paris und Université de Fribourg, Entre le réalisme documentaire et le non-lieu de l'espace interculturel : Làkat d'Anri Sala
19:00-20:30 Uhr: Öffentliche Abendveranstaltung: Die Frage nach dem Anderen: vom "Primitivismus" zur Gegenwartskunst – Diskussionsbeiträge und Debatte
19:00-19:30 Uhr: Belinda Thomson, Edinburgh, National Gelleries of Scotland, Bridging the "distance infranchissable" between Paul Gauguin and Pierre Loti
19:30-20:00 Uhr: Claude Imbert, Paris, École Normale Supérieure, Staging ethnologic collections: Boas, Lévi- Strauss, Le Musée du Quai Branly
20:00-20:30 Uhr: Diskussion
20:30 Uhr: Empfang mit Buffet in der fürstbischöflichen Sommerresidenz , Ostenstr. 26, im Holzersaal (bei schlechtem Wetter) oder im Pavillon des angrenzenden Hofgartens (bei schönem Wetter)

Samstag, 19. Mai

Statement und Abschlussdiskussion: Die Kunstgeschichte und die Herausforderung der Anthropologie; anschließend Resümees für die Studierenden des Elitenetzwerks Bayern im Landratsamt (ehemalige fürstbischöfliche Residenz), Residenzplatz 1, großer Sitzungssaal, 1. Stock
9:00-9:30 Uhr: Thierry Dufrêne, Université de Paris-X Nanterre
9:30-11:00 Uhr: Abschlussdiskussion im Plenum
a) für die Mitglieder des Internationalen Netzwerks für Kunstgeschichte/Réseau International d'Histoire de l'Art:
11:00-12:30 Uhr: Jahresversammlung des Netzwerks im KLEINEN SITZUNGSSAAL (2. Stock), Beginn
12:30-13:30 Uhr: Mittagsimbiss vor Ort mit Diskussion zur internationalen Vernetzung (Erasmus Mundus)
13:30-15:00 Uhr: Jahresversammlung des Netzwerks, Fortsetzung
b) für die Mitglieder des Studiengangs "Historische Kunst- und Bilddiskurse" sowie für Studierende und Lehrende an anderen Modulen des Elitenetzwerks Bayern:
11:00-11:30 Uhr: Kaffeepause
11:30-13:00 Uhr: Art history and/as anthropology? Student's summaries and further discussions, directed by Karin Leonhard, Kunstgeschichte, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt